Inhalt

  • 1. Ein Beispielvideo zum Einstieg
  • 2. Bei AdobeSparkVideo anmelden
  • 3. Arbeiten mit der Benutzeroberfläche
  • 4. Das Video teilen & herunterladen
  • 5. Videos mit Tonaufnahme/ Audiospur
  • 6. Ideen für die Arbeit mit Adobe Spark
  • 7. Datenschutzhinweise

Abstract

Worum geht's? | Videos werden zum immer populäreren Medium im Internet und spielen auch für das Lernen eine zunehmend größere Rolle. Es gibt zahlreiche Apps und Webtools, um Videos zu erstellen - häufig muss man dafür aber selbst Hand an die Kamera anlegen, um Filmmaterial produzieren. In der neunten Folge von "Pad-agogisch wertvoll" geht es um AdobeSparkVideo, eine (Web-)App, die die Möglichkeit bietet, aus Texten, Bildern, Audios und Videomaterial eigene Videos zusammenzustellen, ohne dafür unbedingt selbst drehen zu müssen. Damit bietet sich das Tool nicht nur an, um als Lehrender Filme zu produzieren, sondern auch, um die SuS selbst aktiv werden zu lassen.

Das Video zum Fortbildungshäppchen

Dass man damit sehr schnell zu einem Ergebnis kommen kann, zeigt sich an meinem Opener-Video für das digitale Fortbildungshäppchen "(Erklär-)Videos erstellen mit AdobeSpark", für das ich im Theme "Elevate" fünfeinhalb Grafiken mit ganz kurzen Texten und der Musik "Comfy Cotton" (für die Wohlfühlatmosphäre ^^) kombiniert habe. Dafür habe ich ungefähr eine halbe Stunde gebraucht, ohne mich vorher mit dem Tool auseinandergesetzt zu haben. Voilà:

Auf los geht's los!

AdobeSparkVideo gibt es derzeit sowohl als WebApp, also als browserbasiertes Tool, das am PC genutzt werden kann, als auch als App für Apple-Geräte mit iOS-Betriebssystem. Bald soll eine Android-Version hinzukommen, sodass AdobeSparkVideo auf vielen gängigen Mobilgeräten genutzt werden kann.

Um das Tutorial für möglichst viele Nutzer sinnvoll zu gestalten, werden wir mit der PC-Version arbeiten. Falls Du mehr so der Video-Typ bist, kannst Du Dir das Lesen gerne sparen und mit einem Klick zu Ivi Education wechseln, wo es ein Video-Tutorial zu sehen gibt!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

  • Schritt 1: Surfe im Browser (z.B. Firefox, Edge, Chrome) zu https://spark.adobe.com/
    • ...und klicke auf "Start now for free".
    • Wenn du schon über eine Adobe-ID verfügst, klicke stattdessen auf "LogIn" und melde Dich mit Deinen Zugangsdaten (E-Mail-Adresse & Passwort) an.
  • Schritt 2 & 3: Registriere Dich, indem Du die geforderten Daten eingibst.
  • Schritt 4: Klicke auf "Create New" und wähle die Option "Video".
  • Schritt 5: Gib einen Titel für Dein Video ein, z.B. "Erklärvideos erstellen mit AdobeSparkVideo" oder "Die 1. Binomische Formel"
  • Schritt 6: Suche Dir eine Vorlage aus, die zu Deiner Idee für das Video passt. Keine Sorge, Du kannst alles noch anpassen, das ist nur ein Grundgerüst.
  • Schritt 7: Als nächstes kannst Du Dir noch ein Erklärvideo ansehen, dass Dich mit den Funktionen des Tools vertraut macht.

Arbeiten mit der AdobeSparkVideo-Benutzeroberfläche

AdobeSparkVideo funktioniert an sich ähnlich wie eine Präsentationssoftware (z.B. PowerPoint, Keynote, Impress etc.): Bilder/ Videos und Texte werden kombiniert - statt sie "durchzuklicken" laufen sie aber in fest definierten Zeitrahmen nacheinander als Film ab und können zusätzlich mit (erklärenden) Audio-Aufnahmen unterlegt werden.

Insgesamt ist es ganz einfach: In der rechten Seitenleiste gibt es drei Reiter: Layout, Music und Themes. Mit diesen kannst du grundlegende Einstellungen am Video verändern. Hier eine Übersicht:

  • Layout: Darstellungsweise der (möglichst kurzen) Texte auswählen.
  • Music: Das Video mit Musik hinterlegen.
  • Themes: Farben und Schriftarten für Text und Hintergründe aussuchen.

Die eigentliche Arbeit am Video-Erstellen findet auf der linken Seite statt: Durch Klicken auf die verschiedenen Schaltflächen kannst du einzelne Elemente hinzufügen, bearbeiten oder löschen. Um die Arbeit mit der AdobeSparkVideo-Benutzeroberfläche zu erklären, habe ich ein interaktives ThingLink-Bild erstellt. Fährst du mit dem Mauszeiger über die einzelnen roten Punkte, werden Dir kleine Erklärungen angezeigt, was Du durch Klick auf die entsprechenden Schaltflächen tun kannst. So ersparen wir uns einen riesigen Erklär-Roman mit Millionen von Screenshots:

Da das ThingLink-Bild in der eingebetteten Version recht klein ist, empfehle ich Dir, es über Klick auf diesen Link in voller Größe und Schönheit zu bewundern. 😉

Ich hoffe, Du findest es auch nicht schwierig! Und keine Sorge: Du kannst eigentlich nichts kaputtmachen, also trau Dich, es auszuprobieren & ein bisschen zu experimentieren! Es macht wirklich Spaß und geht, wenn man den Dreh einmal raushat, echt schnell... 😉

Weil interaktive ThingLink-Elemente in einem Ausdruck leider nicht abgebildet werden können, kannst Du Dir das Handout als Druckversion durch Klick auf diesen Link als PDF herunterladen. (Externer Link zu Google Drive// 605 KB)

Das Video teilen

Sehr entspannt an der Arbeit mit AdobeSparkVideo finde ich, dass die Ergebnisse online geteilt oder auch heruntergeladen werden können. Hast Du oben mittig auf "Share" geklickt, erscheinen nach dem Speichern des Videos folgende Optionen:

Der Link, der auf der rechten Seite angezeigt wird und kopiert werden kann, kann direkt via E-Mail (oder durch soziale Netzwerke, dann aber natürlich nicht mit SchülerInnen) geteilt werden. Auch eine Einbettung in eine Webseite ist möglich.

Links - und das finde ich für den Schulalltag besonders wichtig - kann das Video mit der Option "Download" heruntergeladen werden, sodass die Datei auf dem Rechner gespeichert wird und auf tragbare Medien gezogen werden kann. Auch in Schulen ohne Internetzugang findet das Video also auf einem USB-Stick o.ä. seinen Weg.

Videos mit eigenen Tonaufnahmen kombinieren

Willst Du Erklärvideos produzieren, macht es natürlich Sinn, wenn Du nicht nur Texte, sondern auch eigene Tonaufnahmen hinzufügen kannst. Auch das lässt sich mit AdobeSparkVideo realisieren, wie diese Video-Variante beweist:

Auch das Opener-Video auf der Startseite dieses Blogs ist so entstanden.

  • Smartphone/ Tablet-Version (bisher nur für iOS, also für Apple-Geräte, Android-Variante soll bald folgen): Hast Du die Smartphone/Tablet-App installiert, wird das eingebaute Mikrofon benutzt, Du brauchst also keine zusätzliche Hardware.
  • Desktop-Verison: Leider funktioniert das mit der Desktop-Version nicht ganz ohne zusätzliche Hardware. Für die Aufnahme benötigt man ein Mikrofon oder ein Headset, das an die entsprechende Buchse (rosa) des PCs angeschlossen werden muss. Wie das funktioniert, kannst Du in diesem Artikel nachlesen.

Ist das Headset angeschlossen oder die App installiert, musst Du auf das Mikrofon-Symbol (roter Kreis) klicken und es solange halten, wie Du sprichst. Es empfiehlt sich, die Schaltfläche noch ein, zwei Sekunden länger gedrückt zu halten, damit die Übergänge nicht zu abrupt sind.

Jede Aufnahme kann direkt übersprochen werden - falls Du einen Fehler gemacht hast, musst Du also nur das Symbol loslassen und erneut drücken & halten, dann wird das zuvor aufgenommene Audio überschrieben.

Weil AdobeSparkVideo auf kurze Abschnitte ausgelegt ist, wirst Du nach 10 Sekunden daran erinnert, Dich kurzzufassen. Dennoch wird die Aufnahme dann nicht automatisch abgeschnitten.

Die einzelnen Audios werden direkt mit-abgespielt, sobald Du auf "Play" drückst, Du kannst Dir das Ergebnis also direkt in Kombination mit Bildern & geschriebenen Texten anhören. Ist die Musik zu laut, genügt ein Klick auf die entsprechende Spalte auf der rechten Seite und Du kannst den Lautstärkeregler nach links verschieben, wodurch sie leiser eingestellt wird.

Ideen für die Arbeit mit Adobe Spark

Im Folgenden habe ich eine kleine Sammlung von Spontanideen für die Arbeit mit AdobeSparkVideo zusammengestellt und ich werde sie gerne um weitere Linktipps ergänzen:

  • Nicht nur für den Fall, dass Du denkst "Das kriegen meine SuS nicht hin!", solltest Du unbedingt den Erfahrungsbericht von Stefan Schwarz zum Storytelling mit AdobeSparkVideo lesen, weil er beweist, dass dieses Tool auch für SuS mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten motivierend und gut nutzbar ist. Hier findest Du auch Ideen zur Bewertung mit dem Single Point Rubric-Verfahren. Danke für diesen tollen Artikel, Stefan! 🙂
  • Auch Wolfgang Schlicht hat sich mit Storytelling mit den AdobeSpark-Tools (es gibt nämlich noch mehr davon, Pages & Posts) beschäftigt & vier Varianten vorgestellt, die besonders für Naturwissenschaftler interessant sein könnten.
  • Bei Touching Music geht's um die Einbindung von AdobeSparkVideo in AGs mit jüngeren SchülerInnen.
  • Als Lehrender Videos erstellen:
    • z.B. als Einstieg oder nach dem Prinzip des FlippedClassroom zur Auslagerung von Lehrinhalten in eine vorbereitende Hausaufgabe
    • z.B. zur Binnendifferenzierung während des Unterrichts, wenn man über Geräte für die SuS und Internetzugang verfügt
  • SuS Videos erstellen lassen - allgemeine Kompetenzförderung:
    • Strukturiertes Vortragen und Präsentieren fällt den SuS oft leichter, wenn Sie nicht in der Anspannungssituation vor der Klasse stehen. Also: Warum nicht mal die elende Referate-Orgie durch ein paar kurze, knackige Videos ersetzen?
    • Sprachförderung bzw. Ausspracheförderung sollte mit diesem Tool auch gut machbar sein, wenn man die Audio-Erstellung nutzt. Als Randhessin ist das Einsprechen von Texten, so kurz sie auch sein mögen, immer wieder eine Herausforderung für mich, weil ich in vertrauter Atmosphäre wie an meinem Schreibtisch so gerne Silben verschlucke... *hust*
    • Lernen durch Lehren ist in der Live-Situation vor der Klasse gerade für jüngere SuS eine Herausforderung. Warum sollten sie nicht das Lernvideo für die nächste Stunde erstellen (natürlich mit entsprechender Anleitung) oder den Stoff für eine Prüfung knapp zusammenfassen?
    • Portfolios müssen nicht immer analog sein. So ein Video kann zur zusammenfassenden Präsentation genutzt werden oder Bestandteil eines digitalen Portfolios sein.

Hier ein im wahrsten Wortsinne fabelhaftes Beispielvideo von Peter Ringeisen (@vilsrip):

Hier noch eine tolle Umsetzungsmöglichkeit von Jan Vedder (@vedducation): Ein Impulsvideo zur schriftlichen Hausarbeit im Studienseminar:

Die fachspezifischen Ideen lasse ich an dieser Stelle (vorerst) aus - ich bin mir sicher, Du hast schon Ideen zur Umsetzung. Über Dein Feedback zu diesem Tutorial & Anregungen würde ich mich sehr freuen!

Herzlichst

Kristina

Datenschutzhinweis

Da Adobe ein außereuropäischer Anbieter ist und die Erstellung eines Accounts verlangt, empfehle ich die Konsultation des/r Datenschutzbeauftragten Deiner Schule, bevor Du das Tool mit SchülerInnen nutzt. Er/ Sie  kann Dir genau sagen, was beachtet werden muss und sollte auch Hinweise geben können, wie man Eltern und SchülerInnen vorab informiert: Über die geplanten Inhalte und das Vorgehen, aber auch über die Speicherung und Verbreitung der Ergebnisse. Bitte unterschätze diesen Schritt nicht und überlege Dir vorher, wie die Nutzung ablaufen soll. Vorsicht ist besser als Nachsicht und nichts macht so wenig Spaß, wie durch Fehler in der Vorbereitung bei der Nutzung motivierender Unterrichtsmethoden ausgebremst zu werden.

Die SuS müssen gleich zu Anfang darauf hingewiesen werden, keine (vollständigen) Klarnamen zu verwenden. Ich würde empfehlen, Pseudonyme zu vergeben, die in einer (analogen) Liste festgehalten und nur von der Lehrkraft zugeordnet werden können. Dieser Rahmen eignet sich hervorragend, um mit SuS über Datenschutz zu sprechen und mögliche Risiken zu thematisieren.

Eine Möglichkeit, Datenschutzbedenken gerecht zu werden: Selbst (Gruppen-)Accounts für die SuS erstellen: Dazu erstellt man als Lehrkraft ein paar Mailadressen für die SuS und damit Adobe-IDs. Die SuS bekommen nur Nutzerkennung und Passwort für die Webseite, um damit im schulischen Rahmen zu arbeiten. Ist eine Lerngruppe fertig, ändert man die Passwörter.

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