Abstract

Worum geht's? | Weil es in meinen Fortbildungen zu Themen wie ThingLink oder AdobeSparkVideo im Unterricht nutzen immer wieder ein Thema war, wie man lizenzfreie Bilder findet, die man bedenkenlos für den Unterricht und vor allem die Speicherung auf öffentlich zugänglichen Plattformen finden kann, möchte ich in diesem kurzen Beitrag Wege aufzeigen, wie man mit dieser Problematik umgehen kann.

Bildnutzung im Unterricht

Eins vorweg: Bei der reinen unterrichtlichen Nutzung gibt es weit mehr Spielräume, Bilder zu verwenden, als die, die ich im Folgenden vorstellen möchte, da es sich um Erziehungs- und Unterrichszwecke handelt, für die es bei weit mehr Bildern als lizenzfreien gestattet ist, sie vorzuführen.

Problematisch wird es allerdings dann, wenn  - wie in den vorliegenden Fällen der Fortbildungen - Bilder heruntergeladen, auf einem anderen Server gespeichert, weiterverwendet und gekennzeichnet werden, vor allem dann, wenn SchülerInnen mit diesen Medien arbeiten, weil wir es in den seltensten Fällen schaffen werden, ihnen einen Komplettüberblick über die rechtlichen Vorgaben zu geben, die sie dann auch adhoc umsetzen können. Dennoch sollten sie in Zeiten der Digitalisierung mit dem Begriff Urheberrecht unbedingt etwas anfangen können. Daher habe ich folgende praktische Tipps, die die Suche zwar einschränken, dafür aber einen sichereren Rahmen schaffen:

Nutze...

  1. ...Bilddatenbanken, die lizenzfreie Bilder angeben
  2. ...die Einschränkungsmöglichkeiten der Google-Bildersuche
  3. ...die Kreativität der SchülerInnen

1. Bilddatenbanken

Unter diesem Link findest Du eine Auflistung von Bilddatenbanken, die lizenzfreie Bilder bereitstellen (Vielen Dank an Jörg Lohrer @joerglohrer). Teils musst Du Dich dafür registrieren, aber diese Anmeldung lohnt sich oft, weil man dann Zugriff auf eine riesige Menge von Bildmaterial hat.

Für den Unterricht nutze ich gern Pixabay, weil eine Anmeldung erst ab einer gewissen Bildauflösung nötig ist, SchülerInnen also an die Grafiken kommen, ohne sich anmelden zu müssen, was neue datenschutztechnische Hürden schaffen würde. Aber auch Wikimedia Commons ist nicht zu unterschätzen - gerade historische Karikaturen, Landkarten und wissenschaftlich brauchbare Bilder finde ich häufig in dieser riesigen Datenbank. (Hierfür benötigt man aber wiederum den Lizenzhinweisgenerator - Danke an Florian Emrich @bingenberger bzw. Elke Höfler @lacknere: "Meine Filterblase funktioniert")

Das Artikelbild dieses Beitrags beispielsweise habe ich bei Pixabay gefunden und durch Hinzufügen des Schriftzuges im Bilderrahmen geändert.

2. Google-Bildersuche einschränken

Wer kennt es nicht: Man braucht noch schnell ein passendes Bild für ein Arbeitsblatt, ruft eine bekannte Suchmaschine auf, nutzt die Bildsuche und klatscht es auf die Vorlage. Das ist bekanntermaßen der einfachste und vor allem schnellste Weg. Glücklicherweise bietet der (leider als Datenkrake bekannte - ich wollts nur gesagt haben... -.-) Suchmaschinenanbieter eine Funktion, mit der man die Suche auf lizenzfreie Bilder beschränken kann - und das geht so:

 

So änderst Du die Einstellungen:

  • Gehe zur Google Bildersuche und gebe einen Suchbegriff ein. Vielleicht behandelst Du in Bio ja gerade Vögel wie den Kleiber... 😉
  • Klicke auf "Tools", dann erscheint eine weitere Leiste mit Einstellungen.
  • Öffne das Dropdown-Menü "Nutzungsrechte" durch einen Klick. Wähle "Zur Wiederverwendung und Veränderung gekennzeichnet" aus.
  • Nun verändern sich die angezeigten Ergebnisse: Es werden nur noch Bilder mit den angezeigten Kriterien angezeigt.
  • Es lohnt sich, auch auf die anderen Einstellungen einen Blick zu werfen. Die Auswahl großer Bilder beispielsweise vereinfacht es, Bilder mit hoher Auflösung zu finden, sodass man sich pixelige Anzeigen ersparen kann.

Danke an Andreas Luckner für folgenden Hinweis:

Bitte also daran denken, bei Bildern, die über die google-Bildsuche gefunden werden, den Namen des Urhebers zu nennen.

3. Kreative SchülerInnen

Sollte es wirklich mal kein passendes Bild geben - so geht es mir manchmal mit Schaubildern - lasse ich sie gern mal die SchülerInnen umsetzen, denn auch daran können sie etwas lernen. Denke daran, dass Du vor dem Veröffentlichen ihre Erlaubnis einholst - jetzt, wo Du ihnen etwas über Urheberrecht beigebracht hast, könnten sie sonst darauf pochen... ;-P

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