Hast du heute schon den Sinn gesucht? Hast du ihn gefunden hinter den nicht enden wollenden Korrekturstapeln, Deiner Unterrichtsvorbereitung, den Anträgen zur Streitschlichtung und den Formularen, die du ausfüllen musst?
Hast du ihn gesucht im Lächeln des Schülers, den du beiläufig gelobt hast, in der Bananenschale, die du aufgehoben hast und die eigentlich dafür gedacht war, dass sich ein Fünftklässler die Nase bricht? Hast du ihn gefunden beim Kollegen, dem du aufmunternd auf die Schulter geklopft hast, als er mit trüber Miene in der Kaffeeküche saß? Hast du ihn gespürt, als dich die Neuntklässlerin gefragt hat, ob du ein paar Minuten Zeit hast und du ihr einfach zugehört hast? War er nicht da, als du im Rauchereck bei den Kollegen standest, obwohl du eigentlich auf dem Weg zum Auto warst, aber doch noch schnell die neuesten Anekdoten ausgetauscht wurden und ihr einen Grund hattet, herzlich zu lachen?

Volker Kitz hat einen Artikel auf ZEIT online verfasst, in dem er begründet, warum das Suchen von Sinn nichts ist, was automatisch mit einem Arbeitsplatz in Verbindung steht. Vielleicht bin ich hoffnungslos romantisch, aber ich bin froh, dass der Sinn in der Schule manchmal einfach so rumliegt. Neben der Bananenschale im Pausenhof. Man muss ihn nur aufheben wollen. #undanvielenanderenabeitsplätzen#aberdakennichmichnichtsoaus #fachidiot

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