Archiv der Kategorie: Referendariat

Im Spiegel – Ein Essay über Reflexionskompetenz

Abstract

Worum geht’s? | Ein zentrales Ziel der Lehrerausbildung ist die Entwicklung von Reflexionskompetenz. Deren Anbahnung geht einher mit der stetig wiederkehrenden Aufgabe an die Auszubildenden, das eigene pädagogische und didaktische Handeln und Wirken zu reflektieren. Die Lösung dieser Aufgabe stellt sie vor große Herausforderungen, weil sie voraussetzt, sich einen Spiegel vorzuhalten, das Gesehene von sich selbst zu abstrahieren und die eigenen Handlungen in den Zusammenhang des großen Ganzen einzuordnen, um die Rolle des Lehrenden für den Lernerfolg der SchülerInnen zu beurteilen und die eigene Professionalität weiterzuentwickeln. Vielfach wird die Entwicklung von Reflexionskompetenz als unangenehm betrachtet, weil sie auf einer Ebene stattfindet, die tief unter aller Professionalität in unserer Persönlichkeit beheimatet zu sein und ihre Bewertung damit unser Selbst anzugreifen scheint, an das wir keine Fremden heranlassen wollen.

Mit diesem Essay möchte ich zu zeigen versuchen, dass auch die Reflexion auf der persönlichen Ebene eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit spielen und für das eigene Verständnis von Unterrichts- und Lehrerfolg von großer Bedeutung sein kann, und dass es sich lohnt, sich auf diese Herausforderung einzulassen, auch wenn sie unangenehm erscheinen mag.

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Rezension: „Abc der gelassenen Referendare“ von Bob Blume

Ich habe Freistunde und sitze im Lehrerzimmer. Vor mir eine Tasse Kaffee und ein Stapel Arbeit, obenauf Bob Blumes Büchlein "Das ABC der gelassenen Referendare", das einer Rezension harrt. Mit einem gut gelaunten "Darf ich mal?" schnappt sich die Kollegin das Werk und beginnt mit der Inbrunst der erfahrenen Deutschlehrerin zu rezitieren:

P wie Pädagogik

Es hüpft im Pullunder durch den Gang und öffnet die Tür. Alle Seminarteilnehmer schauen sich misstrauisch an. Es hüpft weiter und erklärt und erzählt. Dann bittet es die Teilnehmer aufzustehen. Sie sollen auch hüpfen. Alle heben die Arme über den Kopf und würden sie dort doch lieber zusammenschlagen oder im Erdboden versinken. Es ist der Pädagogikdozent. Während die einen peinlich berührt die Übungen machen und aussehen, als wollten sie in der Waldorfschule zum Klassensprecher gewählt werden, möchten die anderen am liebsten nur noch im Boden versinken. [S. 72]

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#refisbelike – Ein wundervoller Moment im Referendariat

Auf der Suche nach dem Wunderbaren

Worum geht's? | Bob Blume ist auf der Suche nach dem Wunderbaren1, er hat eine Blogparade gestartet und ein großartiges Ziel formuliert, er möchte nämlich die wundervollen Momente des Referendariats sammeln, um allen aktuellen und zukünftigen ReferendarInnen zu zeigen, dass das Ref nicht nur Stress, Hektik und viel Arbeit bereithält, sondern dass es auch eine Zeit der großartigen Erfahrungen ist. Mit diesem Beitrag möchte ich mich daran beteiligen.

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