Arbeitserleichterungen für Deutschlehrkräfte (Praxisbeispiel)

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1. Beibringen – Die Input-Phase

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Du…

  • …schaust ein interaktives Video, um dich mit der Aufsatzart vertraut zu machen.
  • …setzt den Arbeitsauftrag für den ersten eigenen Entwurf direkt im Anschluss um.
  • …orientierst sich mithilfe der Checkliste, die als Navigationssystem für die Lerneinheit dient.
  • …überarbeitest deinen Erstentwurf im Rahmen der Aufgabe „Reziprokes Lehren“ im Austausch mit deinen Mitschüler:innen.

Interaktives Video zum Einstieg: Mission KI-Newsletter

Das Video wurde mit dem KI-Tool NotebookLM generiert.

Falls du noch kein Video siehst, lade die Seite bitte erneut.

Arbeitsauftrag zum Erstentwurf

Die Fachschaft Informatik plant einen Newsletter unter dem Titel „Genial digital“, der Schüler/-innen und ihre Eltern über die aktuellsten technischen Entwicklungen auf dem Laufenden halten soll. Darin soll auch immer die Schüler:innenperspektive berücksichtigt werden. Auf der Grundlage der Materialien, die ihr bekommen habt, schreibst du einen Text für die nächste Ausgabe, in der es um KI-Nutzung in der Schule gehen soll. Berücksichtige dabei folgende Gesichtspunkte:

  • Formuliere eine Einleitung, in der du auf die Bedeutung von KI für Schüler:innen der Mittelstufe eingehst. 
  • Beschreibe im Hauptteil, wie andere Schüler:innen und die Lehrkräfte dazu stehen. 
  • Erläutere kurz, wie KI funktioniert, wie sie aktuell von Schüler:innen genutzt wird, und stelle wichtige Tipps und Ideen zusammen, wie man KI im Unterricht gewinnbringend nutzen könnte.
  • Fasse zusammen, unter welchen Bedingungen die KI-Nutzung für Jugendliche sinnvoll und hilfreich sein kann.
  • Gib im Schluss den Eltern und Jugendlichen einen begründeten Appell* mit auf den Weg. 
    • *Ein Appell ist eine Aufforderung an die Lesenden oder Zuhörenden, etwas zu tun, zu denken oder zu ändern. 

🧭 Navigationssystem (Checkliste für Schüler:innen)

Den Auftrag klären (Orientierung)

  • Das Thema: Worum geht es in meinem Text genau? (Zentraler Gegenstand)
  • Das Ziel: Was soll der Text beim Leser bewirken? (Informieren, Erklären, Zusammenfassen?)
  • Die Zielgruppe: Für wen schreibe ich? (Alter, Vorwissen, Interessen der Leser)
  • Das Format: Welche Textform wird erwartet? (Artikel, Blogbeitrag, Brief, Flyer?)

Materialien auswerten (Recherche)

  • Relevanz-Check: Welche Informationen aus den Materialien passen direkt zu meinen Schreibaufträgen?
  • Ausmisten: Welche Informationen sind zwar interessant, aber für diese Aufgabe unwichtig?
  • Ordnungssystem: Wie markiere ich die Infos? (Tipp: Nutze verschiedene Farben für die verschiedenen Aspekte des Schreibauftrags.)

Den Bauplan erstellen (Strukturierung)

  • Roter Faden: In welcher Reihenfolge präsentiere ich die Informationen am logischsten?
  • Gliederung: Habe ich eine klare Einteilung in Einleitung, Hauptteil (mit Unterpunkten) und Schluss?
  • Gewichtung: Welcher Aspekt braucht viel Platz, was kann ich kurz fassen?

Die Schreib-Werkzeuge (Umsetzung)

  • Eigene Sprache: Wie formuliere ich die Fachinfos in meinen eigenen Worten für meine Zielgruppe um?
  • Quellen-Transparenz: Wie mache ich deutlich, aus welchem Material eine Information stammt?
  • Verknüpfung: Mit welchen Wörtern (Konnektoren) verbinde ich die Informationen der verschiedenen Materialien sinnvoll?

👥🗞️👥 Arbeitsauftrag: Die Redaktions-Konferenz (Reziprokes Lehren)

Mission: Ihr analysiert im Team den Musteraufsatz, um die Erfolgsgeheimnisse für euren eigenen Newsletter-Beitrag zu entdecken.

1. Vorbereitung (3 Minuten)

Bildet Vierer-Teams. Jedes Teammitglied übernimmt eine der folgenden Experten-Rollen. Nutzt euer Tablet und importiert den Musteraufsatz in GoodNotes, um in eurer jeweiligen Rollen-Farbe zu markieren.

2. Die Experten-Rollen

  • Der Struktur-Wächter (Rot):
    • Markiere die Einleitung, die Zwischenüberschriften und den Schluss.
    • Prüfe: Gibt es einen roten Faden? Sind die Übergänge zwischen den Absätzen logisch?
  • Der Material-Detektiv (Blau):
    • Markiere alle Stellen, an denen Informationen aus den Materialien (M1–M7) eingebaut wurden.
    • Prüfe: Wie wird zitiert? Welche formalen Unterschiede gibt es? (z. B. wörtlich vs. vgl. am Ende der Materialarbeit?)
  • Der Sprach-Profi (Grün):
    • Markiere „Verknüpfungswörter“ (Konnektoren) und Formulierungen, die den Newsletter-Stil (sachlich, aber für Schüler/Eltern interessant) ausmachen.
    • Prüfe: Wo wurden eigene Worte statt simpler Kopien verwendet?
  • Der Checklisten-Manager (Gelb):
    • Prüfe Punkt für Punkt: Hat der Autor in der Umsetzung die drei Kriterien erfüllt?
      • Die Schreib-Werkzeuge (Umsetzung)
        • Eigene Sprache: Wie formuliere ich die Fachinfos in meinen eigenen Worten für meine Zielgruppe um?
        • Quellen-Transparenz: Wie mache ich deutlich, aus welchem Material eine Information stammt?
        • Verknüpfung: Mit welchen Wörtern (Konnektoren) verbinde ich die Informationen der verschiedenen Materialien sinnvoll?

3. Durchführung: Die Konferenz (15 Minuten)

Geht den Text nun Absatz für Absatz gemeinsam durch:

  1. Der Struktur-Wächter erklärt kurz, welche Funktion der Absatz hat (z. B. „Hier wird die Funktionsweise erklärt“).
  2. Der Material-Detektiv zeigt, welche Quellen hier genutzt wurden.
  3. Der Sprach-Profi nennt ein gelungenes Formulierungsbeispiel aus jedem Absatz.
  4. Der Checklisten-Manager beurteilt, ob der Aufsatz den Kriterien entspricht.

4. Das Ergebnis: Die „Top 3 Schreib-Hacks“

Notiert am Ende als Team drei Dinge, die ihr vom Musteraufsatz für euren eigenen Text übernehmen wollt (z. B. eine bestimmte Art der Einleitung oder eine Überleitung).

+ Tagebuch-Aktivität zur Dokumentation des Lernfortschritts & zum vereinfachten Stellen von Fragen

Die Tagebuch-Aktivität hat den Vorteil, dass sie wieder und wieder bearbeitet werden kann und dass der Lehrkraft die gesamten Einträge untereinander angezeigt werden. Im Gegensatz zur Aufgabe wird so das Überfliegen der Informationen ebenso wie das Kommentieren beschleunigt ermöglicht.
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