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Mit erhaltenem Feedback arbeiten
Arbeitsauftrag zur Weiterarbeit mit erhaltenem Feedback
Du hast Feedback zu deinem Entwurf erhalten. Jetzt baust du die Bauteile ein, die deinen Newsletter-Artikel endgültig startklar machen!
1. Das Feedback scannen (Bestandsaufnahme)
Lies das Feedback in Ruhe durch. Markiere:
- 🟢 Lob-Stellen: Das läuft schon super (Behalten!).
- 🔴 Baustellen: Hier fordert das Feedback eine Kurskorrektur (Anpacken!).
2. Die Reparatur-Liste schreiben (Planung)
Schreibe dir kurz in deinem digitalen Tagebuch drei konkrete Dinge auf, die du jetzt sofort an deinem Text veränderst (z. B. „1. Bei Absatz 2 das ‚vgl.‘ ergänzen. 2. Die Einleitung umformulieren, damit die Eltern besser angesprochen werden.“).
3. Die Route anpassen (Umsetzung)
Überarbeite deinen Text genau an diesen drei Punkten. Nutze dabei noch einmal dein Navigationssystem und den Musteraufsatz als Werkzeugkasten.
Ausformuliert mithilfe der ByLKI
Varianten: Peer-Feedback und KI-Feedback
Peer-Feedback als reziprokes Lehren
Arbeitsauftrag: Schreibkonferenz zu euren Übungsaufsätzen (reziprokes Lehren)
Ziel: Ihr gebt euch in festen Dreiergruppen strukturiertes Feedback zu euren Übungsaufsätzen – nach dem Prinzip des reziproken Lehrens, das ihr bereits kennt: Jede Person übernimmt reihum eine feste Rolle mit einem klaren Beobachtungsauftrag, statt „irgendwie“ über den Text zu sprechen.
Die Leitfragen der Rollen orientieren sich an der Bewertungsrubrik für diese Aufsatzform – ihr übt also genau an den Kriterien, nach denen euer Text später auch bewertet wird.
Ablauf (3 Runden à ca. 12–15 Minuten)
- Bildet feste Dreiergruppen. Jede Person bringt ihren eigenen Übungsaufsatz mit.
- Die Konferenz läuft in drei Runden ab. In jeder Runde steht der Text einer Person im Mittelpunkt, die beiden anderen übernehmen je eine Rolle.
- Rollen und Textperson wechseln nach dem Schema in der Tabelle, sodass am Ende jede Person jede Rolle einmal übernommen hat.
- In jeder Runde: Beide Feedback-Rollen lesen den Text zunächst still und notieren sich 2–3 konkrete Beobachtungen entlang ihrer Leitfragen, bevor sie sprechen – die Person im Fokus verhält sich währenddessen wie oben beschrieben.
| Runde | Text von … im Mittelpunkt | Rolle A | Rolle B |
|---|---|---|---|
| 1 | Person 1 | Person 2 | Person 3 |
| 2 | Person 2 | Person 3 | Person 1 |
| 3 | Person 3 | Person 1 | Person 2 |
Die Rollen
Rolle A – Inhalt & Material
- Erkennst du, welche Teilaufgabe(n) aus dem Arbeitsauftrag bearbeitet wurden? Wurde das vollständig und eigenständig umgesetzt?
- Wo im Text werden Materialien verwendet? Ist erkennbar, aus welchem Material eine Information stammt (z. B. „vgl. M1″)? Wirken die Formulierungen wie eigene Gedanken oder wie direkt übernommene Textstellen?
- Werden Ereignisse, Vorgänge oder Personen genau und sachlich richtig beschrieben?
- Werden Zusammenhänge erklärt oder durch Beispiele veranschaulicht – oder bleiben sie unverbunden nebeneinander stehen?
Rolle B – Aufbau & Sprache
- Erkennst du eine Schreibplanung (Gliederung, Stichpunkte) im fertigen Text wieder?
- Ist die Reihenfolge der Textteile nachvollziehbar? Gibt es Überleitungen zwischen den Abschnitten, oder stehen sie unverbunden nebeneinander?
- Ist der Ausdruck sachlich und passend zur Textsorte?
- Fallen dir Stellen mit Rechtschreib- oder Grammatikfehlern auf, die das Verständnis beeinträchtigen?
Und die Person, deren Text besprochen wird?
Auch das ist eine aktive Rolle, nicht nur Zuhören:
- Du hörst dir beide Rückmeldungen zunächst vollständig an, ohne dich zu rechtfertigen oder zu unterbrechen.
- Du machst dir während des Zuhörens Notizen zu den genannten Beobachtungen.
- Erst danach darfst du gezielt nachfragen, wenn dir eine Rückmeldung noch nicht klar genug ist (z. B. „Kannst du mir die Stelle im Text zeigen, die du meinst?“).
- Zum Schluss hältst du für dich 1–2 Punkte fest, die du bei der Überarbeitung zuerst angehst.
Dieser Arbeitsauftrag wurde mithilfe der ByLKI ausformuliert.
KI nutzen
KI-Scaffolding mit einem Schreibberatungs-Chatbot
Arbeitsauftrag: Nutze den bereitgestellten Chatbot, um deinen Übungsaufsatz zu überarbeiten. Achte darauf, die Bewertungskriterien und die Rahmenbedingungen klar zu kommunizieren, denn nur so erhältst du qualitativ hochwertiges Feedback.
Kontextualisierender Prompt für die Nutzung eines Chatbots
Du bist eine Schreibberatung für die Aufsatzform „materialgestütztes Informieren“ in der 9. Klasse. Deine Aufgabe ist es, SuS beim Überarbeiten ihres Übungsaufsatzes zu unterstützen – durch gezielte Rückfragen und Hinweise, nicht durch fertige Formulierungen.
KONTEXT
Beim materialgestützten Informieren gewinnen SuS aus verschiedenen Materialien (Texte, Grafiken, Statistiken) Informationen zu einem Thema und führen diese in einem eigenen, adressatenbezogenen Text zusammen (z. B. Artikel, Blogbeitrag, Rede, Infobrief).
BEWERTUNGSKRITERIEN, an denen du dich orientierst:
- Materialanalyse & Informationsentnahme: Wurden die richtigen, zum Arbeitsauftrag passenden Informationen ausgewählt? Sind Grafiken/Statistiken korrekt erfasst? Wurde die Seriosität der Quellen bedacht?
- Strukturierung & Planung: Sind die Informationen sinnvoll geordnet (z. B. thematisch, Ursache-Folge)? Gibt es eine klare Gliederung (Einleitung – Hauptteil – Schluss)?
- Textproduktion: Passen Sprache und Form zu Adressat und Textsorte? Werden Informationen aus mehreren Materialien miteinander verknüpft (statt nur aneinandergereiht)? Ist die Sprache sachlich-distanziert (z. B. Konjunktiv bei indirekter Rede)?
- Zitieren & Belegen: Ist jede übernommene Information eindeutig einem Material zugeordnet (z. B. „vgl. M1″)? Gibt es Stellen, die wie ein Plagiat wirken?
ABLAUF
- Bitte die Person zunächst um: ihren Aufsatz-Entwurf, den Arbeitsauftrag und – falls möglich – eine kurze Beschreibung der verwendeten Materialien.
- Gib eine kurze, wertschätzende Einordnung: Was funktioniert bereits gut? (mindestens ein konkretes Beispiel aus dem Text nennen)
- Wähle EINEN der vier Kriterienbereiche aus, der aktuell am meisten Entwicklungspotenzial hat. Stelle dazu 1–2 gezielte Rückfragen, die zum eigenständigen Nachdenken anregen (z. B. „An welcher Stelle könntest du zwei Materialien stärker miteinander verknüpfen?“), statt die Lösung vorzugeben.
- Frage am Ende, ob die Person diesen Punkt zuerst überarbeiten oder lieber einen anderen Bereich besprechen möchte.
- Bleib im weiteren Dialog: Wenn eine überarbeitete Version kommt, würdige die Änderung konkret, bevor du den nächsten Punkt ansprichst.
WICHTIGE LEITPLANKEN
- Schreibe niemals ganze Sätze, Absätze oder Formulierungsvorschläge für den Aufsatz.
- Ordne keine Informationen für die Person und erstelle keine Gliederung – stelle stattdessen Fragen, die zum eigenen Ordnen anregen.
- Nenne keine konkreten Materialverweise, die die Person nicht selbst genannt hat – frage stattdessen nach, wo diese Information herkommt.
- Sprich die Person mit „du“ an, in kurzen, klaren Sätzen.
- Maximal 2 Rückfragen pro Antwort, damit die Person nicht überfordert wird.
Selbstständig KI-Feedback einholen (für ältere Jahrgangsstufen)
Gut prompten – eine Anleitung
Ein KI-Chatbot kann dir beim Überarbeiten deiner Texte helfen – aber nur, wenn du ihm die richtigen Fragen stellst. Diese Anleitung zeigt dir, wie du das machst.
1. Gib genug Kontext
Ein Chatbot kennt weder deinen Text noch die Aufgabe, bevor du sie ihm gibst. Schicke ihm deshalb immer:
- deinen Text (oder den relevanten Ausschnitt)
- den Arbeitsauftrag, um den es geht
- eine konkrete Frage, worauf sich das Feedback beziehen soll
Schwach: „Ist das gut?“ Besser: „Ich schreibe einen Artikel für eine Schülerzeitung zum Thema X. Hier ist mein erster Absatz. Wird für dich klar, an welche Zielgruppe sich der Text richtet?“
Je genauer deine Frage, desto genauer die Rückmeldung.
2. Stell eine Frage nach der anderen
Wenn du gleichzeitig nach Rechtschreibung, Aufbau, Stil und Inhalt fragst, bekommst du eine lange, unübersichtliche Antwort, aus der du kaum etwas mitnehmen kannst. Frag stattdessen gezielt nacheinander, zum Beispiel:
- Erst zur Struktur: „Ist der Aufbau meines Textes nachvollziehbar?“
- Dann zur Sprache: „Ist der Ton angemessen für [Zielgruppe]?“
- Dann zu einem Detail: „Wirkt dieser Übergang zwischen Absatz 2 und 3 flüssig?“
3. Bleib im Dialog – frag nach
Die erste Antwort einer KI ist oft noch zu allgemein. Frag nach, statt dich damit zufriedenzugeben:
- „Kannst du mir ein konkretes Beispiel aus meinem Text nennen?“
- „Warum wirkt diese Stelle für dich unklar?“
- „Was genau meinst du mit ‚könnte präziser sein‘?“
So bekommst du Feedback, das du tatsächlich nutzen kannst – nicht nur ein pauschales Lob oder eine pauschale Kritik.
4. Überarbeite selbst
Ein Chatbot soll dir zeigen, woran du arbeiten kannst – nicht für dich schreiben. Bitte deshalb nicht um fertige Formulierungen, sondern um Hinweise, und überarbeite deinen Text danach eigenständig. Wenn du einen Vorschlag bekommst, frag dich: Verstehe ich, warum das besser ist? Wenn nicht, frag noch einmal nach.
5. Prüfe, was du bekommst
KI-Antworten sind nicht automatisch richtig. Wenn ein Hinweis komisch klingt oder nicht zu dem passt, was du gelernt hast, hinterfrage ihn – im Zweifel lieber bei deiner Lehrkraft nachfragen, statt eine Änderung blind zu übernehmen.
Ausformuliert mithilfe der ByLKI
Umfrage zur Qualität des erhaltenen Feedbacks
Wie gut konntest du nachvollziehen, was dir das Feedback sagen wollte? (0 – 5)
Wusstest du nach dem Feedback genau, was du als Nächstes tun solltest? (0 – 5)
Hast du das Feedback tatsächlich für eine Überarbeitung genutzt?
- Nicht gewählt
- Ja, komplett
- Ja, teilweise
- Nein, gar nicht
Wie hat sich das Feedback auf deine Motivation ausgewirkt?
- Nicht gewählt
- Motivation deutlich gesteigert
- Motivation ist gleich geblieben
- Motivation gesenkt
Was hat dir an diesem Feedback am meisten geholfen, und was hättest du dir zusätzlich gewünscht?
Welche Fragen sollen wir vor der Schulaufgabe noch klären?
Letzte Selbsteinschätzung vor der Schulaufgabe
Arbeitsauftrag
Nimm mit diesem interaktiven Tool die letzte Selbsteinschätzung vor unserer Schulaufgabe vor. Orientiere dich an deinen eigenen Eindrücken sowie an den Ergebnissen aus der Feedbackeinheit. Nutze die verbleibende Zeit, um die konkreten Übungsempfehlungen anzuwenden, die du durch eine realistische Einschätzung erhalten wirst.
