Die Frau mit dem Dromedar

Ein Blog über Schule, wertschätzende Pädagogik, bunte Didaktik und Digitalisierung

Digitales Feedback für den Deutschunterricht

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„Warum schreiben wir in Ethik überhaupt noch Exen auf Papier? Das wäre doch für Sie auch viel einfacher, wenn es so digitale Ankreuztests gäbe!“ – „Digitale Tests kommen bestimmt irgendwann. Aber ich glaube nicht, dass ihr das an dieser Schule noch erleben werdet“, antworte ich den Zehntklässler:innen und bin mir relativ sicher, dass ich nicht gelogen habe, denn trotz aller digitalen Beschleunigungen, die Corona so ausgelöst haben mag, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich bis zu ihren Abschlussprüfungen im Juni digitale Tests im bayerischen Schulsystem werden flächendeckend durchsetzen können…

Dennoch muss ich ihnen Recht geben: Digitale Tests wären aus meiner vom Workflow mit PC und iPad geprägten Sicht die deutlich angenehmere Korrekturvariante als die Papierstapel, die sich insbesondere rund um die Abschlussprüfung herum auf unseren Schreibtischen stapeln. So nutze ich bereits jetzt jede sich bietende Gelegenheit, zumindest PDFs von handgeschriebenen Übungsaufsätzen zugesendet zu bekommen, weil ich so bedeutend bequemer, schneller und trotzdem qualitativ hochwertiger korrigieren kann, denn ich neige zu exzessiver Farbverwendung und ausführlichen Erläuterungen. 🤓

Meine Erfahrungen mit dem Variantenreichtum des digitalen Korrigierens darf ich in der kommenden Woche in einer eSession der ALP Dillingen zum Thema „Digitales Feedback im Deutschunterricht“ vorstellen und deswegen gibt es meine Folien bereits jetzt hier auf dem Blog – vielleicht ereilt mich durch das geneigte Publikum auf diese Weise ja ein wenig konstruktives Feedback, bevor meine Kompetenz durch die Zuhörerschaft auf Herz und Nieren geprüft wird. 😉

Da die Zeit mit einer Stunde relativ begrenzt sein wird, habe ich mich auf die Aufsatzerziehung konzentriert, die im Berg der Korrekturen nach wie vor die mit Abstand größte Position bildet, und auf einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten beschränkt. Ich bin mir sicher, dass man, wenn man die Möglichkeiten kennt, einen Workflow entwickeln kann, der nicht nur eine Beschleunigung der Arbeit bewirken kann, sondern letztlich auch effektiver ist, weil das Feedback durch die technischen Möglichkeiten besser an die Bedürfnisse der Schüler:innen angepasst werden kann.

Kristina

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