Die Fünf-Schritt-Lesemethode als Sketchnote-Arbeitsblatt

Wann immer es möglich ist, versuche ich meinen Schüler*innen das Erstellen von Notizen mit Sketchnotes nahezubringen, weil ich selbst es als sehr gewinnbringend erfahre, Dinge nicht mehr linear aufzuschreiben, sondern in Form von Skizzen festzuhalten (z.B. hier und hier). Neben dem quasi vorprogrammierten Aufschrei „Ich kann aber nicht malen!“ stellt auch die Tatsache eine Hürde dar, dass unsere Materialien, die wir im Unterricht verwenden, durch ihre Linearität häufig dazu beitragen, dass die SuS es eben nicht gewohnt sind, die Dinge anders präsentiert zu bekommen oder gar selbst zu präsentieren.

Natürlich sollen Methoden wie das Mindmapping oder Erstellen von Clustern immer mehr Einzug in den Unterricht halten – beides will aber ebenso wie das Sketchnoten immer wieder geübt werden, damit sich die SuS trauen, es einzusetzen.

Gerade beim Lesen und Zusammenfassen von Texten bietet es sich an, eben nicht nur Überschriften formulieren und Stichpunkte aufschreiben zu lassen, sondern fleißig und fröhlich zu Mindmappen, zu Clustern und zu Sketchnoten, bis der Stift glüht, sodass deutlich wird, dass es bei der Informationsentnahme nicht nur um eine Unterscheidung von „wichtig“ und „unwichtig“ aus der Perspektive des Korrigierenden geht, sondern darum, eine Vorstellung vom Text zu entwickeln, die es ermöglicht, die Inhalte auch später noch zu erinnern, um Weltwissen aufbauen zu können.

Deswegen gibt es mein Arbeitsblatt zur Fünf-Schritt-Lesemethode eben nicht in reiner Textform, sondern in Form einer (vom Thema bedingt linearen) Sketchnote, damit die einzelnen Handlungsschritte besser im Gedächtnis bleiben. Es steht nun wieder im Dromedar-Drive zum Download zur Verfügung, auf dass es nicht nur im Fach Deutsch, sondern in allen Fächern, in denen Informationsentnahme aus (Sach-)Texten eine Rolle spielt, Anwendung finden möge.

Meine App-Lieblinge für das Digitale Mindmappen/Sketchnoten

  • iPad (mit Pencil):
    • Für Mitschriften, die noch keine Reinschrift darstellen, verwende ich liebend gern „thoughts“, denn diese App punktet mit einer endlos-Leinwand
    • Geht es ums Sammeln von Gedanken in digitalen Notizbüchern, greife ich auf „paper“ zurück.
    • „Tayasui Sketches“ ist meine absolute Lieblings-Zeichenapp für alles Künstlerische, da es eine Vielzahl an Zeichenstiften gibt und mehrere Ebenen übereinander gelegt werden können.
  • PC (Windows):
    • Das Zusammensetzen von Grafiken wie das Sketchnote-AB selbst passiert bei mir mit „paint.NET“.
    • Fürs Mindmapping (auch spontan im Unterricht) nutze ich am liebsten coggle.it, weil Kollaboration möglich ist und der Einsatz von Emojis die Nähe zur Sketchnote schafft.

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