Archiv der Kategorie: Lehrerleben

Im Spiegel – Ein Essay über Reflexionskompetenz

Abstract

Worum geht’s? | Ein zentrales Ziel der Lehrerausbildung ist die Entwicklung von Reflexionskompetenz. Deren Anbahnung geht einher mit der stetig wiederkehrenden Aufgabe an die Auszubildenden, das eigene pädagogische und didaktische Handeln und Wirken zu reflektieren. Die Lösung dieser Aufgabe stellt sie vor große Herausforderungen, weil sie voraussetzt, sich einen Spiegel vorzuhalten, das Gesehene von sich selbst zu abstrahieren und die eigenen Handlungen in den Zusammenhang des großen Ganzen einzuordnen, um die Rolle des Lehrenden für den Lernerfolg der SchülerInnen zu beurteilen und die eigene Professionalität weiterzuentwickeln. Vielfach wird die Entwicklung von Reflexionskompetenz als unangenehm betrachtet, weil sie auf einer Ebene stattfindet, die tief unter aller Professionalität in unserer Persönlichkeit beheimatet zu sein und ihre Bewertung damit unser Selbst anzugreifen scheint, an das wir keine Fremden heranlassen wollen.

Mit diesem Essay möchte ich zu zeigen versuchen, dass auch die Reflexion auf der persönlichen Ebene eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit spielen und für das eigene Verständnis von Unterrichts- und Lehrerfolg von großer Bedeutung sein kann, und dass es sich lohnt, sich auf diese Herausforderung einzulassen, auch wenn sie unangenehm erscheinen mag.

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Bilder mit freier Lizenz finden

Abstract

Worum geht's? | Weil es in meinen Fortbildungen zu Themen wie ThingLink oder AdobeSparkVideo im Unterricht nutzen immer wieder ein Thema war, wie man lizenzfreie Bilder findet, die man bedenkenlos für den Unterricht und vor allem die Speicherung auf öffentlich zugänglichen Plattformen finden kann, möchte ich in diesem kurzen Beitrag Wege aufzeigen, wie man mit dieser Problematik umgehen kann.

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Was bleibt – ein etwas anderer Rückblick

Wieder ist ein Jahr vergangen, eigentlich wäre es an der Zeit für einen Jahresrückblick, eine buntes Panorama der bedeutendsten Momente des Jahres 2017, für die lustigen Pannen, für die großen und die kleinen Katastrophen und natürlich besonders für die Highlights und die Erfolge – kurzum für alles, was dieses Jahr spannend, bunt und ereignisreich gemacht hat. Was bleibt – ein etwas anderer Rückblick weiterlesen

E-Mails mit Anhang empfangen und verschicken – Pad-agogisch wertvoll Vol. 10

Abstract

Worum geht's? | Heute gibt's ein ganz schnelles Tutorial zum Thema "Mails mit Anhängen empfangen, bearbeiten und verschicken". Da ich mir mit dieser Serie ja vorgenommen habe, Fragen zu beantworten, die sich KollegInnen möglicherweise stellen, wollen wir uns mal gleich ans Werk machen.

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Warum sollten wir uns auf die Digitalisierung des Lehrens und Lernens einlassen?

Abstract

Worum geht's? | Mittlerweile gibt es bereits siebeneinhalb Folgen meiner Tutorial-Serie "Pad-agogisch wertvoll" und auch wenn ich im Leitartikel bereits die Gründe dafür genannt habe, warum ich diese ins Leben gerufen habe, haben wir uns noch nicht der Frage gewidmet, warum es auch für Dich gewinnbringend sein kann, Dich der Digitalisierung des Lehrens und Lernens zu verschreiben. Weil es gerade für Neulinge im Bereich der Digitalisierung wichtig ist, zu wissen, warum sie Zeit und Nerven (die wohl wichtigsten Ressourcen im Lehreralltag) auf den Erwerb von Expertise in diesem Bereich verwenden sollten, begeben wir uns heute auf Spurensuche nach den lohnenswerten Aspekten der Digitalisierung.

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Blogs für den Unterricht nutzen – Anwendungsideen

Abstract

Worum geht's? | In Vol. 7 der "Pad-agogisch wertvoll"-Tutorial-Serie erkläre ich, wie man einen Blog einrichtet und mit Inhalten füllt. In diesem ergänzenden Beitrag möchte ich aufzeigen, wie man Blogs im und für den Unterricht nutzen kann, um euer neu erworbenes technisches KnowHow nicht im "luftleeren Raum" stehen zu lassen, denn das, was Blogs ermöglichen, kann großartige Impulse für den Alltagunterricht und insbesondere für die Projektarbeit geben. 😉

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Arbeiten mit Blogs – (Technisches) Tutorial

Abstract

Worum geht's? | Blogs sind als Medium für den Unterricht zwar seit längerer Zeit bei der "digitalen Avantgarde" (und in schriftlichen Hausarbeiten 😉) en Vogue, gleichzeitig scheuen sich viele KuK, sie im Unterricht einzusetzen, weil sie befürchten, sich damit einen riesigen Berg Arbeit aufzuhalsen, für dessen Bewältigung man nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch jeweils ein abgeschlossenes Informatik- und Design-Studium braucht. Glücklicherweise ist Bloggen (mittlerweile) nicht mehr damit verbunden, dass man sich zuerst fünf Programmiersprachen aneignen muss, um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen...eigentlich ist es sogar ganz einfach. Und deswegen zeige ich auch, wie's geht. Nimm dir einen Kaffee und - wenn du gleich loslegen willst - ein Stündchen Zeit. Ich verspreche dir, dass du danach schon die mit deinen SuS starten könntest - und zwar ohne ein einziges Zeichen in HTML geschrieben zu haben!

Was brauchst du dafür? | Ein Stündchen Zeit | Eine Idee, wofür du den Blog einsetzen willst*  | einen Laptop, PC oder ein Tablet als Arbeitsgerät (weil wir den Browser nutzen) | eine (Dienst-)Mailadresse zur Registrierung

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Die Fünf-Schritt-Lesemethode: Ein #sketchnote-Arbeitsblatt

Nachdem ich es vor ein paar Tagen geschafft habe, das Tutorial zum Erstellen von digitalen Sketchnotes mit Paint.NET auf Public Domain- bzw- 100%-Free-Fonts umzustellen, um urheberrechtlich auf der sicheren Seite zu sein (leider hatte ich feststellen müssen, dass Unterrichtszwecke bei "Free for private use"-Fonts unterschiedlich beurteilt wurden, was ein recht unübersichtliches Lizenzgewirr zur Folge hatte... ), sollen nun auch die Materialien folgen, die ich als Sketchnotes erstellt habe.

Den Anfang macht ein Arbeitsblatt, das ich im letzten Schuljahr gleich in mehreren Jahrgangsstufen (getestet in der Sek I/ Klassen 7-10) einsetzen konnte und das (man höre und staune! ) nicht nur für "meine" Fächer geeignet ist, sondern für alle, in denen Texte gelesen werden, die die SuS möglichst selbstständig erarbeiten und verstehen können sollen, weil darauf die Fünf-Schritt-Lesemethode erklärt wird, die die Texterschließungskompetenz durch entsprechend universell einsetzbare Handlungsanweisungen fördern soll.

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Schiedsrichterkarten als Reflexionsanlass

Zeitgleich mit diesem Post ist ein zweiter erschienen: In "Wer schreibt, bleibt? - Über Sinn und Widersinn des Abschreibens als pädagogische Maßnahme" gehe ich der Frage nach, ob das Abschreiben-Lassen von Texten noch als zeitgemäße Maßnahme betrachtet werden kann und dabei habe ich - ohne spoilern zu wollen - nur wenige Anlässe finden können, bei denen ich diese Konsequenz eventuell als sinnvoll erachten würde.

Weil ich mir nur ungern vorwerfen lassen möchte, dass es sich dabei um destruktive Kritik handelt, weil ich keine Alternativen aufzeigen würde, habe ich mich entschieden, in diesem Beitrag meine Schiedsrichterkarten mit euch zu teilen, die ich im Zusammenhang mit meinem persönlichen Dauerbrennerprojekt "Was für ne Kklasse, Mannschaft!" entwickelt habe und die als Reflexionsanlass für möglichst viele Arten von Unterrichtsstörungen dienen sollen.

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Wer schreibt, bleibt? – Über Sinn und Widersinn des Abschreibens als pädagogische Maßnahme

Leugnen ist zwecklos: Jeden Tag produzieren SuS kilometerweise mehr oder weniger sorgfältig abgeschriebene Texte, weil sie sich nicht an Schul- oder Unterrichtsregeln gehalten haben und ob das eine sinnvolle Sache ist, wird teilweise heiß diskutiert. Den Anlass für diesen Text bildet der Tweet von @frausonnig, die diese Auszüge aus einem Grundschulplaner fotografiert hatte und auf Twitter nach Meinungen zu dieser "pädagogischen Maßnahme" fragte.

Ich könnte jetzt vollmundig versprechen, dass ich diese Frage im vorliegenden Artikel ein für alle Mal klären werde, sodass wir uns in der Kaffeeküche endlich netteren Themen widmen können. Aber das wäre Vorspiegelung falscher Tatsachen, weil in der Schulordnung, an die ich mich zu halten habe, klassische „Strafarbeiten“ in Form des stupiden Abschreibens gar nicht erlaubt sind, weswegen ihr zu Recht die „Ergebnisoffenheit“ eines solchen Prozesses anzweifeln könntet. Ich werde mich also umso mehr um die sorgfältige Ausleuchtung meines pädagogischen Standpunktes zum Thema bemühen müssen.

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